• Lea Metz

Nutze Deine Gewohnheiten zu Deinem Vorteil

Aktualisiert: 2. Mai

Die Dinge, die Du täglich tust, mögen sie noch so klein sein, sind die Dinge die Dein Leben bestimmen. Du, wie auch die Natur, läufst auf einer Uhr. Die Sonne geht auf und wieder unter, Du stehst auf und Du fällst energielos zu Bett. Dein Lebensrhythmus ist bestimmt von Deinen Gewohnheiten. Deine Gesundheit, Dein emotionales Wohlbefinden und Deine persönliche Weiterentwicklung hängen von Deinen Gewohnheiten ab.




Die Dinge, die Du täglich tust, mögen sie noch so klein sein, sind die Dinge die Dein Leben bestimmen. Du, wie auch die Natur, läufst auf einer Uhr. Die Sonne geht auf und wieder unter,


Du stehst auf und Du fällst energielos zu Bett. Dein Lebensrhythmus ist bestimmt von Deinen Gewohnheiten. Deine Gesundheit, Dein emotionales Wohlbefinden und Deine persönliche Weiterentwicklung hängen von Deinen Gewohnheiten ab.

Immer wenn Du wiederholt mit einem Problem konfrontiert wirst, beginnt das Gehirn, den Lösungsprozess zu automatisieren.


Gewohnheiten sind automatisierte Gedankenvorgänge, die durch Deine vorherigen Erfahrungen und Deine Werte geprägt wurden. Weil Du dieselben Gedanken- und Reaktionsmuster immer wieder wiederholt hast, wurden diese Muster zur Gewohnheit.


Gewohnheiten bilden
©Canva

Warum automatisiert das Gehirn?


Weil es die effizienteste Lösung ist. Wenn Du immer wieder vor der gleichen Herausforderung stehst, dann bietet es sich doch an eine passende Lösung parat zu haben. Genau das ist der Grund, warum das Gehirn immer wiederkehrende Vorgänge liebend gern automatisiert. Zum Beispiel das Öffnen eines Flaschendrehverschlusses, Du denkst nicht mehr bewusst darüber nach und machst automatisch den richtigen Handgriff.



Gewohnheiten etablieren sich immer nach dem gleichen Muster. Du nimmst einen Anreiz in Deiner Umgebung wahr, das löst ein Verlangen aus. In dieser Phase gehst Du unterbewusst die Vorteile durch, die Du davon hättest, wenn Du Dich auf den Anreiz einlässt. Das Verlangen wird größer, denn Du mahlst Dir schon den Moment der Belohnung aus. Der Moment, nach dem Du Dich gesehnt hast, als das Verlangen als erstes aufgekommen ist.

Einen Schritt, und das ist der Entscheidende, haben wir hier jetzt aufgelassen, die Reaktion.

Phasen der Gewohnheitsbildung
©Lea Metz

So funktioniert unser Kopf!


Die Reaktion, ist die Entscheidung dem Verlangen nachzugeben und nach der Belohnung zu langen, oder auch nicht.

Stell Dir vor, Du willst weniger Süßigkeiten essen, aber Du hast eine Süßigkeitenschublade zu Hause. Als Anreiz reicht vielleicht nur noch ein Blick in Richtung dieser speziellen Lade und ein Verlangen wurde bereits ausgelöst, denn Du weißt, was sich in der Lade verbirgt.

Erinnerst Du Dich an diese ganz zarte und vollmundige Schokolade aus der Schweiz? Ja genau, die ist auch in der Süßigkeitenschublade drinnen, und weil Du das weißt, läuft Dir schon das Wasser im Mund zusammen, denn Du stellst Dir vor - bewusst oder unbewusst - wie die Schokolade auf der Zunge zergeht.

Weil das Verlangen so groß ist und die Vorstellung in die Schokolade zubeißen so unglaublich zufriedenstellend, ist Deine Reaktion die Schublade aufzumachen. Vielleicht noch ein kurzer Moment des Innehaltens “soll ich wirklich..”, aber zu diesem Zeitpunkt ist das Verlangen so weit fortgeschritten, dass kaum der selbstkontrollierteste Mensch, jetzt noch nein sagen könnte.


Der Biss in die Schokolade ist direkt gefolgt von diesem befriedigenden und vollkommen erfüllenden Gefühl. Die Glückshormone schießen nur so durch den Körper, und in diesem Moment scheint es die beste Entscheidung gewesen zu sein.

Einen Moment Bitte! Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um kurz innezuhalten und zu reflektieren, und dafür habe ich eine einzige Frage an Dich..



Deine Gewohnheiten sind Deine Identitaet
©Canva

.. War das auch die richtige Entscheidung langfristig gesehen?




Die 4 Grundsätze der Verhaltensänderung


Die Sache ist nämlich die, unser Geist ist nicht tadellos und wir alle haben ungesunde und unvorteilhafte Gewohnheiten. Deshalb ist es wichtig den Fokus auf die langfristigen Effekte zu richten. Denn wenn Du nicht hättest müssen, wärst Du heute trotzdem früh aufgestanden um zur Arbeit zugehen? Ganz genau! Und das ist der springende Punkt. Wir können und sollten mit unseren Gewohnheiten arbeiten und sie uns zunutze machen!

Ganz egal, ob Du mehr Bewegung in den Alltag integrieren willst oder Dich von nun an gesünder ernähren willst, was auch immer es ist, dass Du Dir zur Gewohnheit machen willst,


Grundsatz Nummer 1 ist, mache es offensichtlich.

Die Süßigkeitenschublade ist eliminiert, jetzt ist Dein neues Vorhaben mehr Obst zu essen. Dann stelle das Obst mitten auf den Tisch, oder einen anderen Ort, den Du unweigerlich wahrnimmst.


Der 2. Grundsatz ist, mache es attraktiv!

Es macht einen Unterschied, ob das Obst noch verpackt in der Mitte des Tisches liegt, oder ob es schon gewaschen und schön angerichtet ist. Das Sehen, ist unser stärkster Sinn. Wenn man das im Alltag berücksichtigt, dann kann man sich das Leben viel einfacher gestalten.


Der 3. Grundsatz lautet, mache es einfach!

Stell Dir vor Deine Wohnung ist ein komplettes Chaos, überall liegen die Klamotten am Boden, auch Schuhe sind zwischendurch zu erkennen, Du kannst Dich kaum vom Fleck bewegen. Nun sitzt Du aber am anderen Ende der Wohnung und um Dein Obst zu erreichen, musst Du erstmal den gesamten Weg leerräumen. Ein ganz schön großer Aufwand für ein Stückchen Apfel, nicht wahr? Und das ist auch vermutlich der Grund, warum Du Dein Stück Obst an diesem speziellen Tag nicht zu Gesicht bekommen wirst. Mache es Dir selbst so einfach wie möglich und räume alle Hindernisse und Verführungen im Vorhinein aus dem Weg.



Regeln der Gewohnheitsbildung
©Canva

Grundsatz Nummer 4, mache es zufriedenstellend!

Wenn es im Endeffekt nicht zufriedenstellend ist, dann will Dein Geist keine Gewohnheit daraus machen. Dein Obst liegt gewaschen und schön präsentiert auf dem Tisch, ganz unzufälligerweise ist es genau der Tisch, an dem Du den ganzen Tag sitzt und arbeitest und wenn Du dann wirklich nach dem saftig aussehenden Apfel greifst, dann darfst Du Dir auch gleich eine Pause gönnen. Setze Dich zum Beispiel auf den Balkon, einen Moment die Sonne genießen.

Du hast “Obst essen” offensichtlich, attraktiv, einfach und zufriedenstellend gemacht, und deshalb wirst Du auch zukünftig mehr Obst essen, wenn Du diese Strategie beibehältst.


Mache Dir Deine Gewohnheiten zunutze


Das Schöne an unseren Gewohnheiten ist, wenn Du sie mal verstehst, dann erlauben sie Dir Dein Leben in Deine eigenen Hände zunehmen, und Deine ganz persönlichen Herausforderungen strategisch aufzulösen.

Alles in Deinem Leben führt auf die Verbindung zu Dir selbst zurück. Die Aufmerksamkeit und die Energie, die Du in Dich selbst investierst, bestimmt Deine Gewohnheiten und damit Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden. Bevor Du nun beginnst an Deinen Gewohnheiten zu arbeiten, habe ich noch eine Frage an Dich..



.. kennst Du Deine Werte und Prioritäten? Und auch Dein Mindset, mit dem Du an Dein Leben herantreten möchtest?



Deine Werte sind Deine Wurzeln, Deine Prioritäten und Dein Mindset sind Dein Stamm. Gemeinsam bieten sie Dir Halt und Sicherheit. Die Sicherheit klare Entscheidungen zutreffen und selbstbestimmt durchs Leben zu schreiten. Das ist das Fundament, auf dem alles aufbaut. Wenn Dein Fundament wacklig ist, dann wird sich auch alles andere in Deinem Leben wacklig und unsicher anfühlen.

Wenn Dir gerade klar geworden ist, dass Du Dir Deines Fundamentes gar nicht bewusst bist oder Du Dich einfach noch nie mit diesen Fragen auseinandergesetzt hast, das ist okay. Es geht vielen so! Schaffe Klarheit und bilde ein starkes Fundament, für mehr Zeit und Wohlbefinden in der Zukunft.


Wenn Du nun das Gefühl hast, dass Dein Fundament noch etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, dann hol Dir den 3-tägigen Mini Workshop - A Mindful Fundament! Definiere Deine Werte, gehe Deinem Mindset auf den Grund und kristallisiere Dein Warum heraus.



Quellen:

Atomic Habits (2018) - James Clear

Mindset (2006) - Carol Dweck




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